Neues von Enertex: ProxyTouch

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Mit dem ab 16.12.2015 lieferbaren Enertex® ProxyTouch KNX hat die Firma Enertex® Bayern GmbH ein neuartiges und innovatives Produkt entwickelt, das einen erhöhten Komfort im Smart-Home ermöglicht. Der Enertex® ProxyTouch KNX ist ein kapazitiver Berührungssensor, welcher hinter Oberflächen wie Keramik, Holz und Glas verbaut werden kann. Er besitzt drei Sensorfelder, die sehr flexibel an die Vorlieben des Anwenders angepasst werden können.

Der „Unsichtbare“

Der Enertex® ProxyTouch KNX besitzt drei integrierte Sensorfelder und wird für den Anwender als Bedienelement unsichtbar verbaut. Auf dem Oberflächenmaterial wie z.B. Fliesen kann ein Bedienhinweis etwa im Form einer sandgestrahlten Gravur oder ähnlichem sehr hilfreich und sinnvoll sein.

Enertex ProxyTouch-2
Der schmucklose Sensor kommt  im spritzwasserdichten Kunststoffgehäuse (210x140x12 mm). Der Enertex® ProxyTouch wird jeweils auf der Rückseite der gewünschten Oberfläche ausgerichtet und befestigt. Bei Fliesen, Kunststoff und Glas wird das Gehäuse an den Rändern mit dem mitgelieferten Montagekleber verklebt. Für Holz besitzt das Gehäuse an den Ecken zusätzliche Bohrlöcher, durch die das Gehäuse mit Schrauben fixiert werden kann.

Variable Konfiguration

Die drei Sensoren können zusammengefasst, einzeln oder per Wischgeste angesprochen werden. Bei Einzeltasten ist für jedes Sensorfeld auch ein Doppelklick möglich. Wird die Wischgeste eingestellt, so können zusätzlich die 3 Sensorfelder als Doppelklick und als gemeinsame Einzeltaste angesprochen werden.

Enertex ProxyTouch-3

Anordnung und Größe der Sensorfelder

Konfigurationsbeispiel 1

Damit sind maximal 6 Bedienungen möglich.

Konfigurationsbeispiel 2

Konfigurationsbeispiel 3

Durchdacht: Rückmeldung und Putzbetrieb

Berührt man die Fliese, hinter der das Gerät montiert wurde, am gewünschten Sensorfeld (A, B oder C), so wird ein Telegramm auf den Bus geschrieben. Bei Berührung wird eine akustische Rückmeldung ausgegeben. Über die Tonhöhe erkennt man das Tastenfeld (A=Hoch, B=Mittel, C=Tief), wobei die Lautstärke parametrierbar ist. Auf der Rückseite des Geräts ist bei Berührung eines Bedienfeldes ein Aufleuchten von orangen LEDs unterhalb des jeweiligen Sensorfeldes zu erkennen. Befindet sich das Gerät im Programmiermodus, ist eine rote LED sichtbar und ein Signalton zu hören. Die Lautstärke des Tones kann in drei Stufen verändert werden.

Im Gerät kann ein Putzbetrieb über ein Kommunikationsobjekt aktiviert werden. Wenn dieser aktiv ist und eine Bedienung der Sensoren durch den Anwender erfolgt, werden keine Telegramme ausgelöst. Parametrierbar wird zusätzlich ein Warnton ausgegeben. Der Putzbetrieb kann über eine einstellbare Zeitkonstante bis max. 3h automatisch deaktiviert werden.

Die Berührung

Da die Sensoren auf Änderungen des umgebenden elektrischen Felds reagieren, ist die Funktionalität des ProxyTouch bei einer schnellen Annäherung besser gegeben als bei einer langsamen. Zudem muss die Oberfläche des Materials wirklich berührt werden, um den Sensor anzuregen. Ein Wischen oder Annäherung ohne Berührung führt zu keiner (sicheren) Auslösung. Beim Doppelklick ist darauf zu achten, dass die komplette Handbewegung wirklich vom Sensor weg und wieder hin führt. Ein einfaches kurzes Tippen mit dem Finger, wie von der Computer-Mausbedienung gewohnt,  ist nicht ausreichend.

Reichweite und Reichweitenerweiterung

Je nach Oberflächenmaterial ergibt sich eine unterschiedliche Reichweite der Sensoren.

Empfohlene maximale  Materialstärke

  • Fliese 25 mm
  • Holz 20 mm
  • Glas 25 mm

 

Enertex ProxyTouch-4

Mögliche Anwendungsfelder

Der Sensor nutzt Ströme gegen die Schutzerde im Mikro-Ampere Bereich, also 0,00000x Ampere. Je nach Kopplung der Installation zur Schutzerde, die von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich ist, kann die maximale Reichweite nur erreicht werden, wenn der weiße Leiter im KNX-Anschlusskabel des Sensors an die Schutzerde des Gebäudes angeschlossen wird.

Beim Einbau ist darauf zu achten, dass der Enertex® ProxyTouch möglichst plan auf der Rückseite des Einbauortes aufliegt, d.h. es ist zu vermeiden, dass sich zwischen der Rückseite der gewünschten Oberfläche und dem ProxyTouch ein Luft-Abstand bildet. Ein möglicher Abstand zwischen dem Einbaumaterial und dem Sensor vermindert die Sensorreichweite. Luft zwischen den beiden dämpft die Reichweite um den Faktor drei bis vier, d.h. 2 mm Luft zwischen Sensor und Rückseite des Einbauorts entsprechen bis zu 6 bis 8 mm Reichweitenverkürzung.

Der Enertex ProxyTouch kann in Nasszellen verbaut werden. Ein direkter Wasserstrahl kann den ProxyTouch auslösen und ist zu vermeiden. Wenn man Konfigurationsbeispiel 3 wählt und den einfachen Tastendruck vermeidet,  kann das Gerät  gegen Wasserstrahlen robuster gemacht werden.

Fazit

Der Enertex®-ProxyTouch KNX kann in verschiedensten Anwendungsszenarien eingesetzt werden. Da er selbst keine sichtbare Oberfläche hat, kann die Architektur das Design völlig losgelöst vom Gerät vorgeben. Akustische Rückmeldung, Reichweitenerweiterung sowie Putzbetrieb mit Autoresetfunktion machen den Enertex®-ProxyTouch KNX zu einem besonderen Highlight der KNX Installation.

Anwendungsvideo

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